Sonntag, 15. März 2020

Die Nächstenliebe in Zeiten der Krise

Hallo Welt,

wie durch einen Trichter mit einer Filterfunktion. Ja so stelle ich mir das im Moment vor. Ein Virus legt gerade die Menschheit lahm und sorgt für viel Verwirrung und mediales Hypochondertum. In solchen Situationen bin ich fest davon überzeugt, dass die Informationsgeschwindigkeit und Informationsvielfalt die Menschen einschnürt und ihnen die Luft raubt. Klopapier, Nudeln und Mehl sind das Schlagwort dieser Krise. Angst, Sarkasmus und Gleichgültigkeit mischen sich zu einem seltsamen Gemisch, das vor sich hin köchelt und droht überzuschwappen.

Natürlich ist die Pandemie ernst zu nehmen, wie jede andere Pandemie auch. Es gilt dieser mit Besonnenheit und Ruhe zu begegnen, also alles das was man aktuell bei den Weichenstellern vermisst. Alleine die Diskussionsflut zu dem Thema kann doch nicht richtig sein? Wenn von 100% der Redenden nur 1% Experte ist, dann reden 99% vermeintlich nur Scheiße. Deutschland fordert Koordination der Maßnahmen durch die EU und droht einen Tag später mit verschärften Grenzkontrollen. Grundsätzlich frage ich mich was Grenzkontrollen überhaupt bringen sollen, wenn das Virus bereits im Land ist?

Warum sich nicht auf Vorbeugung konzentrieren? Einfache kleine Maßnahmen, wie Bereitstellung von Desinfektionsmitteln und Schutzausrüstung. Klar, Versammlungsverbote und Absagen von Veranstaltungen sind auch ein gutes Mittel. Die Menschen müssen halt auch etwas zurückstecken, es geht ja nicht um überlebenswichtige Sachen, es ist im Grunde nur Luxus und Zeitvertreib. Aber es bringt nix die Welt zur Quarantänezone zu erklären. Misstrauen zwischen den Menschen zu wecken führt nur zur Feindseligkeit und zu Käufen von kleinen, kuscheligen Lebewesen oder eben Klopapier, Nudeln und Mehl. Wenn man das hier stemmen will, dann muss man die Menschen dazu bringen zusammen zu arbeiten und davon sehe ich einfach nichts.

Ach ja, es geht natürlich um Corona, also Prost!

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